Vorgestellt: Microsoft Office Excel 2013

Neben Word und Outlook ist Excel sicherlich eines der Urgesteine in Microsofts Office-Suite. Mit Excel 2013 wird die Software für die Tabellenbearbeitung und -kalkulation nun einer kleinen Generalüberholung unterzogen, ohne dabei bereits vorhandene Werte ersatzlos über Bord zu werfen. Herausgekommen ist ein äußerst gelungenes und auf wesentliche Funktionen konzentriertes Excel.

Neuer Look, neues Glück?

Beim ersten Start von Excel 2013 fällt Ihnen sofort die neue Oberfläche auf, die sich ab jetzt im flachen und einheitlichen Design von Windows 8 präsentiert. Schaltflächen mit mehr als einer Farbe sind darin nicht mehr vorgesehen, die Farbe Weiß dominiert Tabellen, Dialoge und Optionsmenüs. Während sich die Anwender bei anderen Produkten, wie Word 2013 oder Powerpoint 2013, noch über den neuen Look streiten dürften, passt diese nahtlos saubere visuelle Orientierung hervorragend zu Excel 2013. Ob sich dadurch Ihre Produktivität im Arbeitsalltag tatsächlich erhöht, sei dahingestellt, doch rein optisch macht die Arbeit einfach mehr Spaß und wirkt deutlich seriöser – zumindest meint das der Autor dieser Zeilen.
Diese flache und sehr reduzierte Darstellung aller Elemente wirft allerdings auch ein kleines Problem auf, denn Balkendiagramme beispielsweise, die Sie bislang möglicherweise in einer 3D-Darstellung haben anzeigen lassen, wirken im 2D-Look von Excel 2013 ein wenig deplatziert. Insgesamt ist das kein Drama, der optische Bruch fällt allerdings sofort auf. Natürlich handelt es sich hierbei nur um ein unwichtiges visuelles Detail, allzu viel Beachtung sollten Sie diesem Makel also nicht schenken.

Altbewährte Excel-Tugenden

Abgesehen von all dem Trubel um das Visuelle besticht Excel 2013 durch die ansonsten gewohnt einfache Bedienung und die fast schon selbstverständliche Einrichtung selbst komplexer Regeln und mathematischer Bezüge. Wenn Sie Excel 2010 bereits produktiv eingesetzt haben, werden Sie auch mit Excel 2013 niemals vor Probleme gestellt werden. Unzählige nach Stichworten sortierte Vorlagen sorgen dafür, dass Sie die passenden Layouts für Ihre aktuelle Aufgabe schnell finden können, die Ribbon-Oberfläche hat ebenfalls fast gar keine Änderungen erfahren und präsentiert sich intuitiv wie immer. Auch Programmabstürze oder ähnliche Ärgernisse waren bereits in der Preview-Version (glücklicherweise) nicht zu beklagen, für die finale Ausgabe im Februar 2013 ist also nur Gutes zu erwarten. Aber war es das jetzt wirklich schon? Natürlich nicht, denn die wichtigsten Neuerungen folgen noch.

Die Cloud für Excel 2013

Wir leben in modernen Zeiten, was sowohl Charlie Chaplin im gleichnamigen Film aus dem Jahr 1936 als auch Steve Ballmer 2012 festgestellt haben – und aus diesem Grund setzt Microsoft nun auch voll auf die Möglichkeiten, die das Internet heute bietet. Daten können von Ihnen nun auch innerhalb der Cloud-Lösung von Microsoft, die auf den Namen Skydrive hört, abgelegt werden. Das funktionierte zwar vorher auch schon, allerdings geschieht dies in Excel 2013 deutlich einfacher. Dokumente können einfach mit einem einzigen Mausklick online abgespeichert werden, ohne dass Sie als Benutzer davon etwas merken würden. Die Arbeit wird dadurch nicht gestört, die Anforderungen an die Internetverbindung fallen minimal aus.
Die Vorteile sind dagegen jedoch weitreichend. Da es beim Speichern der Dateien ebenfalls möglich ist, einen Link zu dem besagten Skydrive-Ordner zu erstellen und diesen einer beliebigen Menge an Personen per E-Mail oder Instant Message mitzuteilen, ist es unglaublich einfach, wichtige Dateien mit anderen Mitarbeitern zu synchronisieren. Eine wichtige Arbeitsmappe etwa, die Sie unbedingt bei allen Personen auf den neuesten Stand bringen müssen, kann durch diese Lösung schnell und einfach aktualisiert werden. In der Praxis ist das überhaupt kein Vergleich zu der bisherigen Methode des umständlichen Austauschens per E-Mail. Auch das Einbetten von Tabellen oder anderen Dokumenten auf sozialen Netzwerken ist auf diese Weise möglich, so dass in Unternehmen populäre Dienste wie LinkedIn oder Xing – oder inzwischen wohl auch Facebook – direkt am Nutzererlebnis von Excel 2013 beteiligt sind. Microsoft wird gerne nachgesagt, dass sie aktuelle Trends gerne verschlafen, doch in diesem Punkt sind sie der Konkurrenz in Form von OpenOffice & Co. meilenweit voraus.


Fazit

Excel 2013 profitiert vom neuen Look am deutlichsten von allen Office-Produkten, die Möglichkeiten zum Teilen von Tabellen und Arbeitsmappen fallen durch die Cloud-Anbindung sehr umfangreich und durchdacht aus, die Software selbst funktioniert hervorragend wie immer – und so ist Excel 2013 durchaus einer der ganz großen Würfe in dieser neuen Office-Ausgabe. Ob sich die Anschaffung in Höhe von etwa 150 Euro in der kleinsten Version für Sie als Privatanwender lohnt, muss sich zeigen, doch Unternehmen können von den Möglichkeiten für die Datensynchronisierung nur profitieren.

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