Cinema 4D R15 - die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Cinema 4D R15 – zehn wichtige Neuerungen auf einen Blick

Was macht das Release 15 von Cinema 4D aus? Seit wenigen Monaten ist Cinema 4D in der neuen Version R15 erhältlich. Während sich rein äußerlich nicht viel an diesem Programm für die professionelle Modellierung von 3D-Grafiken am Computer geändert hat, werden Sie spätestens bei der Nutzung einige durchaus sinnvolle Neuerungen bemerken. Ob das den wie immer recht hohen Preis der Anwendung wert ist, müssen Sie selbst entscheiden.

Cinema 4D R15 zusammengefasst: Zehn wichtige Neuerungen

Um Ihnen auf einen Blick die Änderungen von Cinema 4D R15 zu präsentieren, haben wir zehn wichtige Punkte für Sie zusammengestellt. Tatsächlich fanden natürlich zahlreiche weitere Änderungen statt, aber mit der folgenden Liste sollten Sie einen guten Überblick über R15 erhalten können.

Die grafische Benutzeroberfläche

An der Oberfläche hat sich soweit nicht viel geändert. Wenn Sie bereits mit Cinema 4D R14 gearbeitet haben, werden Sie also sofort den Einstieg in R15 finden. Oberflächlich hat sich nur der Startbildschirm geändert, außerdem wurden einige Icons überarbeitet, um auf Displays mit Auflösungen von mehr als 1.920 * 1.080 Pixeln schärfer auszusehen. Andere Änderungen sind subtiler: Bei der Arbeit mit HyperNURBs werden Sie etwa feststellen, dass dieser nun Subdivision Surface heißt – funktionell ändert sich daran jedoch nichts.

Oberfläche R15

Rendern in Teamarbeit

Das vorher verfügbar Net Rendering wurde in Cinema 4D R15 überarbeitet, es hört nun auf den Namen Team Render. Dahinter verbirgt sich eine flexiblere Möglichkeit, mehrere Computer an einem Projekt rendern zu lassen. Auch das Berechnen eines einzelnen Bildes mit mehreren Computern ist nun möglich. Bisher war eine Renderfarm eher dazu gedacht, viele Bilder (für Animationen) zu berechnen, und da hatte jeder Rechner immer stets ein eigenes Bild zu berechnen. Nun können kann die Rechenarbeit an sehr anspruchsvollen einzelbilder ebenfalls auf viele Rechensklaven verteilt werden. Diese Neuerung ist exklusiv Cinema 4D R15 vorbehalten und ist deutlich komfortabler – ein Ziel, das viele Änderungen in R15 gemeinsam haben.

Render Presets

Global Illumination

Global Illumination wurde insofern überarbeitet, als dass es nun gleichzeitig schneller rendert und die Bilder detaillierter beleuchtet. Weiterhin kann GI auch mit dem erwähnten Team Render genutzt werden, um noch schnellere Resultate zu erzielen. Light Mapping, um die Beleuchtung einzelner Szenen zu überarbeiten, kann in Cinema 4D R15 nun bis hin zu 128 Sprünge von Lichtquellen nachverfolgen, was insgesamt realistischere Bilder ergibt (aber natürlich ein wenig mehr Rechenleistung verlangt).

Licht Maps

Komfortables Beveling

Deutlich verbessertes, quasi neu erfundenes Beveling in Cinema 4D R15 ist hingegen bei der Generierung hochdetaillierter 3D-Modelle behilflich. Diese Funktion war bereits in der Vorgängerversion sehr fortschrittlich. Das einfache Manipulieren von ganzen Polygonen oder auch nur Punkten wurde flexibler und intuitiver gestaltet, was das Erstellen komplexer Modelle deutlich vereinfacht. Gerade im Hinblick auf den in diesem Punkt ohnehin starken Vorgänger ist das ein großes Lob.

Bevel

Bessere Textbearbeitung

Text kann mit Cinema 4D R15 nun ein wenig einfacher in die richtigen Dimensionen gebracht werden. Dabei hilft Ihnen das Kerning, was bislang eher in 2D-Applikationen wie Photoshop anzutreffen war. Zahlreiche weitere Änderungen betreffen kleinere Hilfsfunktionen, die das Positionieren von Text in einem 3D-Raum erleichtern und beispielsweise dafür verantwortlich sind, dass Sie Text an vorher definierte Objekte anpinnen können. Auch einzelne Buchstaben aus größeren Textstücken können auf diese Weise manipuliert werden.

Kamerakran

Wer schon einmal selber einen Kamerafahrt nachzuahmen, wie sie von einer auf einem Kameraarm positionierte Kamera macht, der wird nicht lange zögern auf die R15 umzusteigen. Dieses Feature erlaubt es mit wenigen Parametern und ein paar Angaben zu Auslegerlänge etc. einen echten Kamerakran zu simulieren. Noch ein paar Winkel angegeben und eine Rotation vorgegeben, schon bewegt sich Ihre Kamera wie in Einstellungen aufwendiger Spielfilme. Ein optisches Highlight!

Kamerakran

Grüne saftige Wiesen

Es ist nun erheblich einfacher, Gras auf Flächen hinzuzufügen – ja, einfaches Gras. Wenn Sie beispielsweise eine Szene aus dem Naturbereich rendern, können Sie nun mit einem einzigen Klick Gras an einer beliebigen Fläche anbringen. Das ist nicht ganz so flexibel wie die bisherige Lösung (welche prinzipiell nur auf dem Modul für die Haardarstellung basierte), aber wenn Sie einfach schnell einige überzeugend wirkende Grünflächen in ein Bild einfügen müsse, können Sie durch Cinema 4D R15 ein wenig Zeit sparen.

Sculpting

Sculpting für das Erstellen von komplexen Modellen wurde ebenfalls überarbeitet. In Cinema 4D R15 können Sie nun sehr viel einfacher Terrain erstellen oder auch Objekte so manipulieren, dass leichte Fehler ausgebessert werden, ohne dass Sie ganze Polygone ändern müssten. Auf den besagten Polygonen können Sie jetzt direkt Sculpting anwenden, ohne dafür zusätzliche Tags setzen zu müssen, sofern die Auflösung des Models hoch genug ist – was praktisch immer der Fall sein sollte, sofern es sich um ein Objekt hinreichend großer Komplexität handelt.

Sculpting

Texture Manager

Mit dem Texture Manager können Sie texturierte Objekte einfacher bearbeiten. Sie erhalten beispielsweise die Möglichkeit, Dateipfade oder auch Dateien in einem übersichtlichen Manager zu verwalten, was den Austausch von Texturen auf bereits erstellen Modellen drastisch vereinfacht. Sie erhalten dabei ein kleines Preview-Fenster, damit Sie Ihre Änderungen sofort einsehen können, ohne ein bestimmtes Modell komplett neu rendern zu müssen. Der Texture Manager ist ein komplett neues Tool in Cinema 4D R15 und war vorher nicht verfügbar.

Ambient Occlusion Workflow

Verbesserte Ambient Occlusion zielt wie Global Illumination darauf ab, überzeugende Resultate durch Licht- und Schatteneinwirkung zu erzielen. Ein neues Cache-Verfahren macht es möglich, dass Sie das Lighting oder Materialien in einer Szene verändern können, ohne Ambient Occlusion neu anwenden zu müssen, was Ihnen einen Render-Durchgang erspart.

Weiterhin wurde an der allgemeinen Stabilität von Cinema 4D gearbeitet. Das Rendern und Erstellen von Modellen geschieht deutlich schneller, während die Applikation selbst gleichzeitig stabiler wurde. Insbesondere bei langen Rendering-Prozessen ist das ein großer Vorteil. Nach wie vor richtet sich auch Cinema 4D R15 an professionelle Anwender, so dass Sie als Hobby-Grafiker wohl nur wenig Spaß mit dem Programm haben würden. Allen berufsmäßigen Anwendern kann das das Update jedoch bedenkenlos empfohlen werden.

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