Photoshop-CC-vs-Elements

Photoshop CC vs. Photoshop Elements 13 – wer bietet mehr fürs Geld?

Photoshop CC 2014 kostet mindestens 147 Euro pro Jahr. Dagegen erhält man die Einsteiger-Variante Phtoshop Elements 13 schon für einmalig 85 Euro – und dieses Programm können Sie nach dem Kauf unbegrenzt lange nutzen (als Teil der Creative Cloud lässt sich Elements nicht abonnieren).

Photoshop CC gilt als das Standardprogramm für Bildbearbeiter, während Photoshop Elements in Agenturen und Verlagen kaum installiert wird. Wir haben darum den teuren Profi-Photoshop CC 2014 mit dem Hobby-Ableger Photoshop Elements 13 verglichen: Muss es immer der große, teure Photoshop CC sein? Oder reicht für manche Aufgaben auch die günstige Hobbyvariante?

Photoshop Elements: Der übersichtliche "Schnell"-Modus ist eine Besonderheit.

Photoshop Elements: Der übersichtliche „Schnell“-Modus ist eine Besonderheit.

Grundfunktionen

Beide Programme lassen sich ähnlich bedienen und laufen ähnlich schnell. Vor allem bietet Adobe in beiden Photoshop-Ausgaben zahlreiche Tastaturkürzel an, die man allerdings bei Elements nicht ändern kann. Die Voreinstellungen für Speichernutzung ähneln sich stark.

Doch zeigt Pixelprofi Photoshop CC 2014 bei der Bedienung auch Vorteile: So zeichnet nur dieses Programm eigene Befehlsfolgen (Aktionen) auf. Photoshop Elements spielt zwar Aktionen ab – doch erstellen muss man sie mit einer Photoshop-Vollversion.

Elements 13 widerruft nur 100 Arbeitsschritte, die Photoshop-Vollversion nimmt dagegen bis zu 1000 Änderungen zurück – ein wichtiger Vorteil bei Retuschen und Montagen. Beide Programme listen die Bildzustände übersichtlich im Protokoll-Bedienfeld auf, doch Photoshop CC erweist sich dank „nicht-linearer Protokolle“ flexibler: Nur so bleiben auch Arbeitsschritte erhalten, die zwischenzeitlich widerrufen wurden.

Nur Photoshop Elements bietet Dutzende Assistenten, die Schritt für Schritt durch verschiedenste Aufgaben führen – Portraitretusche, Kontrastkorrektur, dramatische Effekte. Für Einsteiger ist das nicht schlecht. Im „Schnell“-Modus bietet Elements nur noch die wichtigsten Regler besonders übersichtlich an, auch das hilft Neulingen.

Wichtig für Profils: Elements arbeitet im RGB-Farbmodus. Nur Photoshop CC beherrscht auch CMYK- oder Lab-Modus und eine Vielzahl von Farbprofilen und Softproofs.

Adobe Photoshop Trainings

Phtoshop CC: Eine richtige Gradationskurve gibt es nur hier.

Kontrast und Farbstimmung

Beide Programme bieten Einstellungsebenen für verlustfreie Kontrastkorrektur, die man per Ebenenmaske auf einzelne Bildregionen beschränkt. Allerdings: Photoshop Elements hat einige, aber nicht alle der leistungsfähigen Funktionen aus dem Photoshop-Untermenü „Bild, Korrekturen“. So fehlt bei Elements eine echte „Gradationskurve“. Ebenso verzichtet Elements auf „Farbbalance“ und auf den „Dynamik“-Regler für mehr Farbsättigung ohne Übertreibung. Auch die Schwarzweißumwandlung bleibt deutlich hinter der Photoshop-Vollversion zurück.

Immerhin: Die „Tonwertkorrektur“ per Histogramm hat Elements ebenso an Bord wie „Farbton/Sättigung“, ein Befehl, der sich auch zum Umfärben eignet. Farbstiche verschwinden leicht dank Neutralgrau-Pipette, und es gibt die üblichen Kontrastautomatiken. Die regelbare „Intelligente Korrektur“ verbessert den Kontrast sehr wirkungsvoll – Photoshop CC kann das nicht.

Photoshop Elements und Photoshop CC

Photoshop Elements: Perspektive und Objektivfehler korrigiert das Programm nur manuell, nicht automatisch

Fehlerkorrektur

Bei der Retusche zeigen Photoshop CC und Photoshop Elements fast Gleichstand: Beide bieten die raffinierte „inhaltssensitive“ Korrektur in Verbindung mit Reparaturpinsel, Bereichsreparaturpinsel oder Füllen. Kleiner Vorteil für Photoshop CC: Die neue Option „Farbanpassung“ im Dialog „Fläche füllen“ korrigiert großflächige Bildfehler noch geringfügig besser als bei Elements.

Beide Programme stellen hochwertig scharf – den „Selektiven Scharfzeichner“ von Photoshop CC nennt Elements „Schärfe einstellen“. Allerdings: Nur Photosho CC lässt homogene Bildflächen automatisch ungeschärft und verhindert so verstärktes Bildrauschen. Wichtiger noch: Nur Photoshop CC bietet Smartfilter, so dass sich Scharfzeichnung und andere „Filter“-Kommandos verlustfrei immer wieder justieren oder abschalten lassen.

Objektivfehler wie kissenförmige Verzerrung oder Vignettierung behebt Elements nur manuell per Regleränderung, chromatische Aberration bearbeitet es gar nicht. Anders als Photoshop CC orientiert sich Elements generell nicht an hinterlegten Objektivprofilen.

Photoshop CC und Lightroom Kurse

Photoshop CC: Nur dieses Programm behebt Verzerrungen auch im Raw-Dialog.

Raw-Funktionen

Elements und CC ermöglichen identische Kontrastkorrektur im „Grundeinstellungen“-Bedienfeld des Raw-Dialogs. Auch Scharfzeichnung und Rauschreduzierung stimmen überein, ebenso die verlustfreie Speichertechnik.

Aber damit enden die Gemeinsamkeiten, Photoshop CC kann Raw-technisch viel mehr: Nur hier bietet der Raw-Dialog fortgeschrittene Tonwertarbeit mit den Registern HSL und Gradationskurve, dazu kommt die exzellente Perspektivkorrektur, die auch Objektivfehler berücksichtigt und verzerrte Perspektiven vollautomatisch geraderückt. Nur Photoshop CC bearbeitet JPEG-Dateien im Raw-Dialog, überträgt Korrekturen vielseitig auf andere Dateien und bietet die gesamte Rawtechnik als verlustfreien Smartfilter im Hauptprogramm an.

Photoshop Elements Schulungen

Photoshop Elements: Vorlagen für Facebook-Aufmacher und mehr bietet nur der Einsteiger-Photoshop

Auswahl und Montage

Beide Programme bieten hochwertige Auswahlwerktechniken einschließlich Schnellauswahl-Werkzeug und „Kante verbessern“ mit Smart-Radius – gute Voraussetzungen für Fotomontagen auch von Lockenköpfen. Per Ebenentechnik lassen sich Bildausschnitte kombinieren, Ebenenmasken und Schnittmasken verbergen Ebenendetails nach Maß. Elements speichert Auswahlen in Alphakanälen, jedoch ohne Kanäle-Bedienfeld, und Pfade lassen sich nicht frei anlegen.

Aber nur Photoshop CC erzeugt jederzeit Smart-Objekte – Ebenen, die auch nach mehreren Verkleinerungen oder Drehungen intern die volle Qualität behalten und zurückgesetzt werden können. Diese Technik bietet Elements nur bei den Montagevorlagen für Fotobücher, Facebook-Aufmachern oder Grußkarten, aber nicht bei freien Montagen per Ebenen-Bedienfeld.

Adobe Lightroom Kurse

Lightroom 5: Photoshop-Abonnenten erhalten auch diese starke Bildverwaltung.

Bildverwaltung

Zu Photoshop Elements gehört das separate Bildverwaltungsprogramm Organizer, zu Photoshop CC zählen die zwei Bildverwaltungen Bridge und Lightroom.

Bei der Fotoarchivierung fallen die Mängel von Elements besonders auf: Der Organizer ist so für Einsteiger eingerichtet, dass erfahrene Anwender oft nicht mehr durchblicken. So gewährt die Elements-Bildverwaltung nur begrenzt Zugriff auf Ordner, es gibt nur wenige Sortierkriterien, und auch der Umgang mit IPTC-Stichwörtern und anderen IPTC-Texten wirkt umständlich. Immerhin: Anders als die Profi-Programme erkennt und verschlagwortet Elements Gesichter sehr zuverlässig, auch die Ähnlichkeitssuche funktioniert.

Alle anderen Aufgaben der Bildverwaltung erledigen Bridge oder Lightroom exzellent: Lightroom glänzt speziell beim Geo-Tagging und verwaltet und korrigiert auch Videos. Bridge hat besonders einfachen Ordner-Zugriff und flexible Infor-Zeilen unter den Miniaturen. Zudem schreibt Bridge IPTC- und Korrektur-Metadaten sofort in die Bilddateien und nicht nur in die Datenbank – dieser Schritt kostet bei Elements und Lightroom Extra-Arbeit.

Fazit

Auch der günstige Photoshop Elements bietet ordentliche Bildbearbeitung – schließlich stammt das Programm vom Pixelprofi Photoshop CC ab, und das merkt man jederzeit. Im Alltag liefert Elements hochwertige Ergebnisse. Doch im Vergleich zum großen Programm vermisst man vor allem Gradationskurve, Smart-Objekte, eigene Tastaturbefehle und Befehlsaufzeichnung. Die Elements-Bildverwaltung überzeugt gar nicht; allerdings gibt es dafür viele günstige Alternativen, ohne dass man gleich Photoshop abonnieren oder Lightroom einzeln kaufen muss.

Photoshop Schulungen

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