Star Trek Visual Effects Workshop – ein Stück Hollywood in Krefeld

Trekkies können den Anbruch des neuen Jahres kaum erwarten. Der Grund dafür ist einfach: Am 18. Januar wird die zweite Staffel von Star Trek Discovery auf Netflix veröffentlicht.
Kaum eine Serie begeistert mit so fantastischen Bildern und Effekten wie Star Trek. Bereits der Trailer der neuen Discovery Staffel wartet mit allem auf, was das Trekkie-Herz begehrt: Raumschiffe, Hologramme, Explosionen und – natürlich – Kämpfe in den atemberaubenden Weiten des Weltalls sind nur einige der beeindruckenden Szenen.

40 Teilnehmer erhielten einen außergewöhnlich detailierten Einblick in die Serie
Ante Dekovic gab spannende Einblicke in den Job als VFX Supervisor

Dabei ist jedoch auch kaum eine Serie so auf Visual Effects (VFX) angewiesen, wie diese. Mit VFX werden digitale Effekte in Filmen und Serien bezeichnet, die in der Postproduktion entstehen – bei einer Science-Fiction Serie, die im Weltraum und auf fremden Planeten in einer fernen Zukunft spielt, sind sie also unerlässlich.
Doch wer ist dafür verantwortlich? Wie funktioniert das? Und was sind dabei die größten Herausforderungen?

Im Maxon Cinema 4D Workshop mit Ralf Paulzen wurde Erstaunliches geleistet: Der Bau der Discovery in nur 2 Stunden!

Um solchen Fragen auf den Grund zu gehen, haben wir niemanden geringeren als den Star Trek VFX Supervisor Ante Dekovic persönlich zu uns nach Krefeld eingeladen. Er ist keineswegs fremd im Rheinland: Ante ist hier aufgewachsen und wurde bereits mit 19 Jahren der jüngste Inferno-Artists Deutschlands (mehr zu seinem persönlichen Hintergrund findet ihr in diesem Blog-Artikel).

Im Adobe After Effects Workshop mit Sven Esch wurde man von der Discory gebeamt!

Die Besucher der Veranstaltung waren eine bunte Mischung aus Trekkies und/oder VFX-Begeisterten. Am Ende der Veranstaltung waren sie jedoch beides: Ante verstand es, die VFX-Begeisterten zu Trekkies zu machen und die Trekkies für VFX zu begeistern. In seinem Vortrag gab er ihnen mit viel Humor und spannenden Anekdoten ganz individuelle Einblicke in seine Arbeit und den Alltag am Set. Dabei ging es neben seinem Werdegang und Hardfacts, wie den Workflow bei CBS, um Herausforderungen, wie besonders schwer umzusetzende Szenen, um kleinere und größere Katastrophen, ebenso wie um Erfolgsgeschichten, sowie die Vielzahl an tagtäglichen Entscheidungen, die zu treffen sind. Auch die herausragenden Leistungen aller Beteiligten am Set wurde deutlich: Wusstet ihr, dass die Klingonen neben den 12 Stunden Dreh noch zusätzliche 5 Stunden täglich in der Maske verbringen? Dabei müssen sie nicht nur die Hitze von Maske und Kostüm ertragen, sondern können außerdem den ganzen Tag keine feste Nahrung zu sich nehmen.

Einmal in der virtuellen Realität im Raumdock die Discovery in Augenschein nehmen: Das war Thema im Unreal Engine Workshop von Robin Hasenbach.

Natürlich war auch die zweite Staffel der Serie Thema, darüber haben wir jedoch alle Stillschweigen gelobt 😉
Obwohl der Vortrag 3 Stunden dauerte, sprudelten die Besucher nur so vor Fragen und waren fast enttäuscht, als die Runde abgebrochen werden musste, um noch pünktlich zum Mittagessen zu kommen. Da Ante jedoch mitkam und den gesamten Tag für Fragen und Gespräche zur Verfügung stand, währte die Enttäuschung nicht lange vor.

Gemeinsames Mittagsbuffet im nahegelegenen Tryp-Hotel

Nach dem Mittagessen fanden sich die Besucher in unterschiedliche Workshops zusammen – natürlich rund um VFX und Star Trek. Von unseren hausinternen Trainern lernten die Teilnehmenden, realistische Modelle der USS Discovery in Cinema 4D zu bauen, in einem VR Experience HTC Vive/Unreal Engine Workshop erkundeten sie die Star Trek Discovery im Raumdock und mit After Effects ließen sie die Discovery über Krefeld fliegen und beamten sich an Bord.

Ante Dekovic und Markus Hoppen erklären die Herausforderungen der Kameraarbeit im VFX Umfeld
Vor dem Greenscreen gedrehte Teilnehmer – wie hier der Gründer des Trekdinner Krefeld, Ralf Hammerschmidt – konnten sich an Bord der Discovery beamen lassen.

Auch Ante bot gemeinsam mit Markus Hoppen einen Workshop an, in dem es um die praktische Kameraarbeit in einer Star Trek Szene mit Greenscreen ging.

Die Verwandlung von Menschen in Kligonen – von Burkhard Schulz

Ein weiteres Highlight: Die Besucher konnten sich den ganzen Tag über von Burkhard Schulz mit einem WACOM Tablet als Mitglieder der Sternenflotte oder Klingonen zeichnen lassen. Dieses Angebot wurde auch intensiv in Anspruch genommen, sodass er am Ende der Veranstaltung eine ganze Klingonen-Armee erschaffen hat.
Der ganze Tag wurde begleitet von ausschweifenden Diskussionen über Star Trek und VFX, die in einem gemeinsamen Abend bei klingonischen Blutwein und andorianischen Ale ihren Ausklang nahmen.

Die 4K-Cintiqs unseres Partners und Austellers WACOM luden zum Ausprobieren ein.

Insgesamt fiel die Resonanz auf das Event durchweg positiv aus: Die Besucher gingen nach eigener Aussage glücklich und inspiriert nach Hause, mit neuen Kenntnissen, Fähigkeiten und Kontakten – in der Tasche natürlich die individuelle Klingonen-/Sternenflottenkrieger-Zeichnung und in der LinkedIn Kontaktliste um eine Hollywood-Größe reicher.

Der Greenscreen war dann doch ein wenig zu klein für den Andrang… 🙂

Zum Schluß ein Dank an Ante, der den gesamten Tag über Star, Experte und Kumpel in einer Person war. Danke an die Dozenten der Workshops Ralf Paulzen, Sven Esch, Markus Hoppen und Robin Hasenbach für den tollen Einsatz. Danke an Burkhardt Schulz für das Power-Painting an diesem Tag und an Guido Möller von Wacom. Und natürlich alle Gäste und Incas- Mitarbeiter, ohne die der Tag nicht möglich gewesen wäre!

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