Solaris 10 Operating System Internals Training  

Solaris Kernel Schulung: Prozesse und Kernel Subsysteme verstehen

Solaris Kernel Schulung Oracle Schulung
Dieser Kurs vermittelt den Teilnehmern Kenntnisse über die verschiedenen Kernel-Subsysteme, Routinen und Strukturen, die das Betriebssystem Solaris 10 bilden. Die Teilnehmer werden mithilfe von Solaris Dynamic Tracing (DTrace) schrittweise das Erstellen, Ausführen, die Signalübermittlung sowie die Zeitplanung von Prozessen durchlaufen, wobei Beobachtungen mit dem über OpenSolaris verfügbaren Code in Beziehung gesetzt werden. In den praktischen Übungen kommen die Befehle dtrace, kmdb und mdb für die Untersuchung der Systemstrukturen auf Live-Systemen intensiv zum Einsatz. Darüber hinaus wird in den Übungen anhand des OpenSolaris-Internetzugriffs die Funktionsweise des Betriebssystems dargestellt. Zu den behandelten Kernel-Subsystemen gehören die Multithread-Architektur, virtuelle Speicher, Zeitplanung, Prozesslebensdauer, Signalverwaltung, die vnode-Schicht und Dateisysteme wie UFS, ZFS und swapfs.

Diese Solaris Kernel Schulung bieten wir Ihnen auch als individuelles Solaris Kernel Training vor Ort als Firmen-Seminar an.

Zielgruppe  

Programmierer, Systemingenieure, erfahrene Systemadministratoren und Supportmitarbeiter

Voraussetzungen  

Lesen von C-Programmen und Konzepte von Zeigern (Pointer), Strukturen, Vereinigungen (Union), Verknüpfungslisten, Hashing und binären Strukturen

Für weitere Informationen über die Voraussetzungen zu diesem Solaris Kernel Kurs, rufen Sie kostenfrei an unter (0800) 477 246 6

Solaris Kernel Seminar-Inhalt  

Einführung in das Betriebssystem Solaris 10
  • Darlegen von Sinn und Zweck des Betriebssystems, Erläutern der Konzepts der Kernel-Schichten.
  • Erläutern und grafisches Darstellen der Segmente, die den Prozessadressraum bilden.
  • Erläutern des Trap-Mechanismus.
  • Unterscheidung zwischen Hardware- und Software-Interrupts.
  • Auflisten der neuen Leistungsmerkmale in den jüngsten Versionen von Solaris 10
  • Einführung in die Verwendung von Tools wie mdb, kmdb und DTrace zum Untersuchen von Kernel-Datenstrukturen.
  • Einführung in die Verwendung von http://cvs.opensolaris.org/source/ zum Untersuchen des Quellcodes.
Multithread-Architektur
  • Erläutern des Unterschieds zwischen symmetrischem Multiprocessing (SMP) und asymmetrischem Multiprocessing (ASMP)
  • Definieren von Anwendungs- und Kernel-Threads
  • Definieren von LWP (Lightweight Process)
  • Erläutern des Unterschieds zwischen Thread und LWP
  • Auflisten der Strukturen, die den Status eines Kernel-Thread, LWP bzw. Prozesses beschreiben
  • Erläutern der Funktionsweise einer Mutex-Sperre
  • Definieren von Bedingungsvariablen
  • Beschreiben der Implementierung von Zähl-Semaphoren
  • Erläutern der Funktionsweise einer Sperre, die mehrmaliges Lesen, aber nur einmaliges Schreiben erlaubt
  • Erläutern der Vorzüge von mehreren LWPs für einen vorgegebenen Prozess
Hardwarespeichermanagement
  • Beschreiben, wie die MMU-Tabellen für die Umsetzung von virtuellen in physische Adressen verwendet werden.
  • Auflisten der Unterschiede zwischen der x86/x64-MMU (Memory Management Unit) und der SFMMU (SPARC-Referenz-MMU).
  • Beschreiben der in Sun-Systemen implementierten Cache-Typen
  • Erläutern des Zwecks der HAT-Schicht (Hardware Address Translation, Hardwareadressumsetzung).
Softwarespeichermanagement
  • Auflisten der Schichten im VM-System (Virtual Memory, virtueller Speicher) von SunOS 5.x und Definieren der Funktion jeder einzelnen Schicht
  • Auflisten der Mapping-Strukturen, die einen Prozessadressraum bilden
  • Lokalisieren der Seitenstrukturen und Prozessadressraumstrukturen in mdb oder dtrace und Identifizieren der Felder in diesen Strukturen
  • Erläutern, wie ein Anwendungsprogrammierer mithilfe von Systemaufrufen für Speicher-Mapping und Speichersteuerung eine effektive Prozessspeicherverwaltung erzielen kann
Paging und Swapping
  • Erläutern des Schichtenprinzips bei der Seitenfehlerbehandlung
  • Auflisten der Bedingungen, unter denen der Paging-Dämon läuft
  • Auflisten der Funktionen des Paging-Dämons
  • Auflisten der Bedingungen, unter denen der Swapper läuft
Das Dateisystem swapfs
  • Auflisten der Schwachpunkte beim Swap-Management von SunOS 4.x.
  • Beschreiben der Änderungen an der Anonymous-Memory-Schicht, um die Implementierung des Dateisystems swapfs zu ermöglichen
  • Auflisten von zwei Vorteilen, die das Dateisystem swapfs in SunOS 5.x mit sich bringt.
Zeitplanung
  • Auflisten von mindestens zwei Haupthindernissen für die Echtzeitverarbeitung in herkömmlichen UNIX-Architekturen, zum Beispiel dem System V Release 3 (SVR3), der 4.3 BSD-Version (Berkeley Software Distribution) von UNIX und der SunOS 4.x-Software
  • Erläutern der Unterschiede zwischen einem vollständig unterbrechbaren (fully preemptable) Kernel und einem Kernel mit Präemptionspunkten (Unterbrechungspunkten)
  • Angeben einer Routine, mit der sich ein Thread in eine Dispatch-Warteschlange einreihen lässt
  • Beschreiben, wann ein Thread an den Anfang einer Dispatch-Warteschlange gestellt wird
  • Beschreiben der Reihenfolge, in der die Sleep-Warteschlangen angeordnet sind
  • Definieren von Präemption auf Benutzerebene
  • Definieren von Präemption auf Kernel-Ebene
  • Definieren der deterministischen Dispatch-Antwort (Dispatch-Latenz)
  • Definieren von Prioritätsumkehrung
Prozesslebensdauer
  • Erläutern der Unterschiede zwischen den zum Erstellen eines neuen Prozesses verwendeten Systemaufrufe.
  • Beschreiben der Kernel-Routinen zur Implementierung der Prozesserstellung
  • Auflisten der unterschiedlichen Typen ausführbarer Dateien, die in Solaris 10 unterstützt werden
  • Erläutern der Routinen zur Implementierung ausführbarer Dateien im ELF-Format (Executable and Linking Format)
  • Auflisten der Vorzüge des ELF-Formats
  • Beschreiben der Aktionen eines Prozesses bei der Beendigung
  • Erläutern des Systemaufrufs waitid(2) und seiner Implementierung
Signale
  • Auflisten der unterschiedlichen Typen von Signalen, die an einen Prozess oder Thread übergeben werden können
  • Erläutern der Unterschiede zwischen einem Trap-Signal und einem Unterbrechungssignal
  • Auflisten der Routinen zum Signalmanagement und Beschreiben ihrer Funktionen
  • Beschreiben der Signalfunktion und der Art und Weise, wie ein Signal übergeben wird
Dateisysteme
  • Beschreiben der vnode-Schnittstellenschicht in Bezug auf ein Dateisystem
  • Auflisten der vier Felder in einem Verzeichniseintrag
  • Erläutern der Vorzüge des 4.3 BSD-Dateisystems
  • Beschreiben der Funktion von Superblock- und Zylindergruppenstrukturen
  • Auflisten der Felder in der Inode-Struktur der Festplatte und Erläutern ihrer Einsatzweise
  • Benennen der Routinen, die bei der Bestimmung der globalen Platzierungsstrategien benutzt werden
  • Erläutern der Zuordnungsroutinen unter Verwendung von Flussdiagrammen und Beschreiben, wie sich die Fragmente schnell lokalisieren lassen

Weitere Informationen  

Das Kursmaterial ist in englisch, die Unterrichtssprache ist deutsch.

Termine und Preise  

Solaris 10 Operating System Internals Schulung

Preis:
€ 3.150,00 zzgl. MwSt.
€ 3.748,50 inkl. MwSt.

Dauer:
5 Tage

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Berlin

Solaris 10 Operating System Internals in Berlin

 Organisatorisches zum Seminar 

Kategorie: Solaris Kernel Aufbauseminar

Uhrzeiten:

Montags:
Dienstags bis Freitags:

9.30 - 17.00 Uhr
9.00 - 17.00 Uhr

 

Sonstiges:
Getränke, Mittagessen, Solaris-Teilnahmezertifikat und Solaris Kernel-Schulungsunterlagen sind im Preis inbegriffen

 Alternative Oracle Trainings

Solaris Kernel Firmenschulung  

Die Vorteile einer Solaris Kernel Firmenschulung in Ihrem Hause (InHouse Schulung) oder bei der INCAS liegen auf der Hand:

  • Teilnehmerunabhängiger Tagessatz
  • Zeitersparnis durch eine kurze und intensive Solaris Kernel Schulung
  • Freie Terminwahl, auf Wunsch auch Abends oder an Wochenenden
  • Zielorientierter als eine offene Solaris Kernel Schulung, da exakt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten
  • Vertraulicher, da Internes auch intern bleibt
  • Wir leihen Ihnen auf Wunsch gerne Schulungsrechner

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Ansprechpartner

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Jusuf Didsarovic, 3M Solaris 10 ZFS-Administration

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